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Qualifizierung zum Ranger

Die Arbeit als Ranger erfordert eine fachliche Qualifizierung – dazu gleich mehr. Aber auch Charakter und Persönlichkeit müssen stimmen. Denn: Ranger haben viel mit anderen Menschen zu tun – von Schulkindern bis zu Seniorengruppen, von Jägern bis zu Verwaltungsangestellten. Und nicht alle sind immer einer Meinung. Also: Wer soziale Kompetenz hat, bei Konflikten souverän bleibt und nicht aus der Ruhe kommt, wer über handwerkliches Geschick verfügt und rhetorisch überzeugt, der hat beste Voraussetzungen, ein guter Ranger zu werden. Eine hohe Bereitschaft, sich kontinuierlich weiter zu qualifizieren, ist unabdingbar.

Fachlich gibt es nicht die eine Ausbildung, aber doch verschiedene Qualifikationen, aus denen eine Ranger-Tätigkeit hervorgehen kann.

Fortbildungsberuf:

  • Geprüfter Natur- und Landschaftspfleger/Geprüfte Natur- und Landschaftspflegerin (GNL)
    Die meisten Ranger in Deutschland haben sich als GNL qualifiziert und damit einen staatlich anerkannten Fortbildungsberuf abgeschlossen. Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung ist die Herkunft aus einem „grünen“ Beruf, also z.B. Forstwirt oder Landwirt. Eine Seiteneinstiegsklausel macht es möglich, auch Menschen mit anderer beruflicher Vorbildung zur Prüfung zuzulassen. Eine Übersicht über das Berufsbild sowie den Rahmenlehrplan und die Prüfungsverordnung finden Interessierte unter diesem Link.

Hochschulstudium:

  • Bachlor-Studiengang „Landschaftsnutzung und Naturschutz – Vertiefungsrichtung Schutzgebietsbetreuung“ an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
    Seit dem Wintersemester 2014/15 können Studierende des Studiengangs Landschaftsnutzung und Naturschutz die Vertiefungsrichtung Schutzgebietsbetreuung belegen. Informationen zum Studiengang gibt es auf www.hnee.de/lanu
  • Studienabschlüsse
    in Biologie, Landschaftspflege, Geographie, Forstwissenschaften oder ähnlichen Fachrichtungen.

Zahlreiche Studiengänge liefern inhaltlich wertvolle Grundlagen für die Arbeit als Ranger. Ergänzt mit Praxiserfahrungen in den Bereichen Umweltbildung und Naturschutz, haben die Absolventen gute Voraussetzungen für die Arbeit als Ranger.

Für das staatliche Gehaltsgefüge der Rangerstellen in Parks gelten Akademiker oft als überqualifiziert. Die selbständige Tätigkeit als Regio-Ranger® bietet jedoch geeignete Entfaltungsmöglichkeiten.

Weitere Qualifikationen:

  • Zertifikate 
    Vor allem für den pädagogischen Bereich und den Naturerlebnissektor bilden Zertifikate wie Natur- und Landschaftsführer (ZNL) Waldpädagogik (Landesforsten) oder Natur- und Wildnispädagogik einen guten Einstieg. Oft fehlt hier jedoch das naturschutzfachliche und biologische Fachwissen. In Kombination mit Erfahrungen aus einer fachbezogenen Ausbildung, einem Studium oder ehrenamtlicher Naturschutzarbeit können sich ausreichende Qualifikationen für den Einsatz als Regio-Ranger® ergeben. Hier muss im Einzelfall geprüft werden.

Die von Regio-Ranger® in Zukunft angebotenen Bildungsmodule können individuelle Qualifizierungslücken schließen. Mehr dazu unter Ranger-Trainings.

Qualifizierung über Regio-Ranger®

Wer noch nicht über entsprechende Qualifizierungen verfügt, kann diese zukünftig über unser "Ranger-Trainings" erwerben. Hier finden sich einzelne Lehrmodule, um sein Wissen z.B. in Sachen Umweltbildung oder Artenkenntnis zu erweitern oder eine komplette Ranger-Qualifizierung zu absolvieren, die am Lehrplan für geprüfte Natur- und Landschaftspfleger (GNL) orientiert ist. 

Umweltbildung fängt schon bei den kleinen Waldbesuchern an. | © Jan Brockmann